Hilfe, Freundschaftsanfrage vom Vorgesetzten.

Hilfe, mein Vorgesetzter möchte mit mir auf Facebook befreundet sein. Was ist zu tun? Das hat Bitkom jetzt in einer Umfrag herausgefunden. Doch zum Ergebnis später.
Nach längerem Suchen hat Ihr Vorgesetzter Ihr Facebook-Profil gefunden. Voller Vorfreude schickt er Ihnen auch gleich eine Freundschaftsanfrage. Sollten Sie die Anfrage nicht annehmen, kann das negative Konsequenzen haben. Denn wer erhält schon gerne von jemandem ein Nein – vergleichbar mit dem Ablehnen. Und denken Sie mal an die Sprüche, die kommen könnten: “Sie müssen ja viel zu verbergen haben…”. Tja, Sie können aber auch die Anfrage ganz lieb annehmen. Das kann natürlich ein Karriereturbo sein – man ist befreundet und networkt ein wenig. Eine Annahme kann aber auch nach hinten losgehen. Letzten Endes erfährt er viel Privates über Sie, außerdem mit wem Sie so rumhängen. FKK-Fotos (hoppla), Party-Shots (hoppla), dumme Sprüche (hoppla)… alles das sieht nun Ihr Chef. Wie fühlen Sie sich bei dieser Vorstellung?
Die Mehrheit der User würden sich nicht gut dabei fühlen. Deshalb würden 56 Prozent Freundschaftsanfragen von Vorgesetzten in Communitys ablehnen, wobei Frauen eher Nein sagen als ihre männlichen Kollegen. Nur 19 Prozent der berufstätigen Mitglieder einer Online-Community würden solche Anfragen mit Sicherheit annehmen.
Doch was kann man machen?
Erstens: Sie lassen ein Profil für “Nicht-Freunde” zu. Ohne Ausnahme – egal ob auf Facebook, google et cetera.
Zweitens: Sie bauen ein öffentliches Profil und ein Profil mit Pseudonym. Da kann Herr Chef stundenlang in die Tasten hauen… er wirds wahrscheinlich nie finden. Außerdem: kostet ja nichts.
Drittens: Wenn Sie Ihren vorgesetzten ablehnen, sprechen Sie ihn ganz offen am Nächsten Tag an. Nach dem Motto: Arbeit ist Arbeit und Schnaps ist Schnaps.



