Personalverantwortliche haben jeden Tag mit aufgeregten Bewerbern zu tun, die den ein oder anderen Fehler begehen. Über Fehler, die aus Nervosität geschehen, sieht man dabei meist hinweg, oft fallen sie sogar nur dem Aspiranten, dem Interviewer selbst dagegen gar nicht auf.
Wir sind alle nur menschlich und dass ein Bewerbungsgespräch eine hohe Stressbelastung für den Kandidaten bedeutet, weiß jeder HR-Mitarbeiter. Schwieriger wird es allerdings, wenn die Fehler aus mangelnder Vorbereitung auf das Gespräch resultieren. Solche Patzer lassen sich einfach vermeiden und kommen bei den Personalverantwortlichen nicht gut an. Hier die Top Vier der Interview-Fehler:
1. Unpünktlichkeit
Nicht lässt sich leichter vermeiden als Unpünktlichkeit beim Bewerbungsgespräch. Nichts ist einfacher, als sich am Tag vor dem Interview, die Wegbeschreibung genau einzuprägen oder sich über Schwierigkeiten bei den öffentlichen Verkehrsmitteln zu informieren. Reist man mit dem Zug an, sollte man sich einen Puffer einrichten und einen früheren Zug nehmen um auch eine unverschuldete Verspätung auszuschließen. Und wenn alle Stricke reißen, gibt es immer noch Taxis. Kommt man zehn Minuten vor dem vereinbarten Termin an, macht man nicht nur einen guten Eindruck, sondern kann sich auch in Ruhe von der Umgebung, den Büroräume und den zukünftigen Kollegen ein Bild machen.
2. Ungenaue Vorstellungen von Job und Unternehmen
Was qualifiziert gerade Sie für diese Stelle? Man kann sicher gehen, dass diese Frage so oder ähnlich im Vorstellungsgespräch eine Rolle spielen wird. Ganz natürlich, bedenkt man, dass der Bewerber das Jobprofil gelesen hat und sich durch das Absenden seiner Unterlagen dafür auch für qualifiziert hält. Oft werden aber nur unklare Vorstellungen geäußert und schwammige Aussagen gemacht. Um dies zu vermeiden, sollte man sich gründlich mit dem Unternehmensprofil und der Stellenausschreibung auseinandersetzen und sich bereits im Vorfeld Marksteine der bisherigen Karriere zurecht legen mit der man bei dieser Frage punkten kann. Bei Unklarheiten hilft auch eine kurze Nachfrage per Telefon.
3. Diskrepanzen gegenüber dem Lebenslauf
Fakt ist, dass die meisten Lebensläufe etwas beschönigt sind. Umso schlimmer, wenn man plötzlich im Vorstellungsgespräch nicht mehr weiß, was in den Bewerbungsunterlagen stand. Wann genau waren Sie noch mal im Ausland? Und Sie haben dort an welchem Institut ihre Sprachkenntnisse erweitert? Man macht sich schnell verdächtig, wenn man solche oder ähnliche Fragen nicht stante pede beantworten kann. Daher den Lebenslauf genau vor Augen haben und sich auch im Vorfeld schon mit schwierigen Fragen wie zu einem Studienplatzwechsel oder einem schnellen Jobwechsel auseinander setzen.
4. Unrealistische Gehaltsvorstellungen
Und schließlich kommt es, meist zum Ende des Gesprächs, natürlich zum wichtigsten aller Verhandlungspunkten: dem Gehalt. Im ersten Gespräch sollte man unbedingt vorsichtig mit diesem Thema umgehen. Auch hier gilt: sich vorher schon genau über die Verdienstmöglichkeiten dieses Jobprofils informieren, nicht von den eventuell bereits angegebenen Vorstellungen abweichen und sich nicht zu sehr über das angegeben Gehalt in der Stellenausschreibung hinwegsetzen. Überhöhte Gehaltsvorstellungen können ein Ausschlusskriterium sein. Wenn der Job wirklich interessant ist, sollte man besser die Möglichkeiten von Boni und Leistungszahlungen ausloten.
Quelle: Autor des Artikels ist nicht albertsen-training.de, in Zusammenarbeit mit dir-info.de, Verbraucherinformation direkt.
Related posts