Hallo,
heute zur Inspiration eine Geschichte zum Nachdenken.
Der alte Mann und das Pferd
Vor langer Zeit lebte in einem kleinen Dorf ein alter Mann. Eines Tages brach ein großer Sturm über das Land herein, der sein Pferd so sehr erschreckte, dass es sich losriss und davonlief. Am nächsten Tag kamen seine Nachbarn und beklagten den alten Mann: „Du armer Mann. Das Pferd war ja alles, was du hattest und nun ist es fort.“ Der alte Mann antwortete ruhig: „Mag sein.“
Einige Tage später kam das Pferd zu seinem alten Herrn zurück und hatte ein weiteres Pferd bei sich. Da kamen erneut die Nachbarn und riefen: „Du Glücklicher, erst läuft dein Pferd weg und nun hast du sogar zwei. Du bist wirklich vom Glück gesegnet.“ Der alte Mann antwortete ruhig: „Mag sein.“ Am anderen Tag, als sein einziger Sohn das neue Pferd zureiten wollte, wurde er abgeworfen und brach sich beide Beine. Wieder kamen die Nachbarn zum alten Mann gelaufen und sprachen: „O du unglücklicher Mann. Dein einziger Sohn liegt mit gebrochenen Beinen im Krankenhaus. Du hast schon wirklich großes Pech.“ Der alte Mann antwortete ruhig: „Mag sein.“ Tags drauf brach im Land ein großer Krieg aus und die Rekrutierungskommandos zogen durch die Dörfer und Städte, um die jungen Männer für den Krieg zu holen. Da der Sohn des alten Mannes aber beide Beine gebrochen hatte, blieb er verschont. So kamen die Nachbarn erneut gelaufen und riefen: „Du bist ja so ein glücklicher Mann. Dein Sohn wurde verschont und musste nicht in den Krieg ziehen. Du bist wirklich ein vom Glück beschenkter Mann.“ Der alte Mann antwortete ruhig: „Mag sein.“
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